Eine Zahnprothese soll Ihnen im Alltag Sicherheit geben. Sie sollte fest sitzen, ein angenehmes Kaugefühl ermöglichen und Ihnen ein selbstbewusstes Lächeln schenken. Mit der Zeit kann jedoch selbst eine perfekt angepasste Prothese ihren Halt verlieren. Viele Patientinnen und Patienten bemerken dann, dass die Prothese beim Essen verrutscht, Druckstellen verursacht oder sich beim Sprechen lockerer anfühlt.

In vielen Fällen ist hierfür nicht der Zahnersatz selbst verantwortlich, sondern natürliche Veränderungen des Kieferknochens und des Zahnfleisches. Eine Prothesenunterfütterung ermöglicht es, die vorhandene Prothese wieder exakt an die aktuelle Kieferform anzupassen. Dadurch können Halt, Tragekomfort und Kaufunktion häufig deutlich verbessert werden, ohne dass sofort eine neue Prothese angefertigt werden muss.

Bei Rogler Zahnmedizin in Bonn prüfen wir sorgfältig, ob eine Unterfütterung ausreicht oder ob eine andere Versorgungsform langfristig sinnvoller ist.

 

Was ist eine Unterfütterung der Zahnprothese?

Unter einer Prothesenunterfütterung versteht man die Anpassung der Innenseite einer vorhandenen Teil- oder Vollprothese an die veränderte Form des Kiefers. Hierfür wird neues Prothesenmaterial auf der dem Zahnfleisch zugewandten Seite ergänzt. Die äußere Form und die Prothesenzähne bleiben dabei in den meisten Fällen unverändert.

Das Ziel ist es, den ursprünglichen Sitz der Prothese wiederherzustellen und den Kontakt zwischen Prothese und Kiefer zu optimieren. Dadurch verbessert sich nicht nur der Halt, sondern häufig auch das Kauen, Sprechen und der allgemeine Tragekomfort.

 

Warum muss eine Zahnprothese unterfüttert werden?

Nach dem Verlust natürlicher Zähne beginnt sich der Kieferknochen langsam zurückzubilden. Die Zahnwurzeln übertragen normalerweise die Kaukräfte auf den Knochen. Fehlen diese Belastungsreize, verändert sich der Kiefer im Laufe der Jahre kontinuierlich.

Da sich die Prothese nicht automatisch an diese Veränderungen anpasst, entsteht zwischen Prothese und Schleimhaut zunehmend Spielraum. Die Folge sind ein lockerer Sitz, Druckstellen oder eine eingeschränkte Kaufunktion.

Weitere Ursachen können sein:

  • natürlicher Knochenabbau
  • Veränderungen des Zahnfleisches
  • Heilung nach einer Zahnentfernung
  • Gewichtsveränderungen
  • altersbedingte Veränderungen der Mundschleimhaut
  • langjährige Nutzung der Prothese

 

Wann sollte eine Zahnprothese unterfüttert werden?

Eine Unterfütterung kann sinnvoll sein, wenn folgende Beschwerden auftreten:

  • Die Prothese sitzt locker oder wackelt.
  • Sie verrutscht beim Kauen oder Sprechen.
  • Es entstehen Druckstellen oder schmerzhafte Bereiche.
  • Speisereste gelangen unter die Prothese.
  • Haftcremes werden immer häufiger benötigt.
  • Das Kauen fühlt sich unsicher an.

Je früher diese Veränderungen erkannt werden, desto einfacher lässt sich der Sitz der Prothese häufig wieder verbessern.

 

Wie läuft eine Prothesenunterfütterung ab?

Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung Ihrer Prothese sowie der Mundschleimhaut und des Kieferkamms. Anschließend wird mit der vorhandenen Prothese ein präziser Funktionsabdruck genommen. Dieser bildet die Grundlage für die spätere Anpassung.

Die eigentliche Unterfütterung erfolgt meist in einem zahntechnischen Meisterlabor. Dort wird die Innenseite der Prothese exakt an die aktuelle Kieferform angepasst. Nach der Fertigstellung kontrollieren wir den Sitz sorgfältig und nehmen bei Bedarf kleinere Korrekturen vor.

Je nach Umfang kann die Behandlung innerhalb eines Tages oder innerhalb weniger Werktage abgeschlossen werden.

 

Welche Arten der Prothesenunterfütterung gibt es?

Grundsätzlich stehen zwei Verfahren zur Verfügung.

Direkte Unterfütterung in der Zahnarztpraxis

Bei kleineren Anpassungen kann die Unterfütterung direkt in der Zahnarztpraxis erfolgen. Dabei wird ein spezieller Kunststoff unmittelbar in die Prothese eingebracht und angepasst. Dieses Verfahren eignet sich besonders für kleinere Korrekturen oder als kurzfristige Lösung.

Indirekte Unterfütterung im Meisterlabor

Für eine besonders präzise und langlebige Versorgung erfolgt die Unterfütterung im zahntechnischen Meisterlabor. Hier kann die Passform exakt an die individuellen Gegebenheiten angepasst werden. Dieses Verfahren bietet in der Regel die höchste Präzision und den größten langfristigen Komfort.

Welche Vorteile hat die Unterfütterung einer Zahnprothese?

  • deutlich verbesserter Halt der Prothese
  • angenehmeres Kauen und Sprechen
  • weniger Druckstellen
  • höherer Tragekomfort
  • Verlängerung der Lebensdauer der vorhandenen Prothese
  • häufig kostengünstiger als eine Neuanfertigung
  • Wiederherstellung einer optimalen Passform

In vielen Fällen lässt sich die bestehende Prothese dadurch noch über viele Jahre komfortabel weiter nutzen.

 

Wann reicht eine Unterfütterung nicht mehr aus?

Nicht jede Prothese kann dauerhaft durch eine Unterfütterung verbessert werden.

Eine Neuanfertigung kann sinnvoll sein, wenn:

  • die Prothese stark verschlissen ist,
  • die Prothesenzähne deutlich abgenutzt sind,
  • die Bisslage nicht mehr stimmt,
  • bereits mehrere Unterfütterungen durchgeführt wurden,
  • größere Veränderungen des Kieferknochens vorliegen,
  • die Prothese beschädigt oder mehrfach repariert wurde.

Nach einer ausführlichen Untersuchung beraten wir Sie individuell, welche Versorgung langfristig die beste Lösung darstellt.

Was tun, wenn die Zahnprothese trotz Unterfütterung nicht hält?

Reicht eine Unterfütterung allein nicht mehr aus oder wünschen Sie sich einen noch sichereren Halt, können Zahnimplantate eine sinnvolle Ergänzung sein.

Bereits wenige Implantate ermöglichen es häufig, eine vorhandene Teil- oder Vollprothese deutlich stabiler zu befestigen. Die Implantate dienen als zusätzliche Verankerung und verhindern ein Verrutschen der Prothese beim Kauen oder Sprechen.

Gerade im Unterkiefer profitieren viele Patientinnen und Patienten von einer implantatgestützten Prothese. Bereits zwei Implantate können den Halt einer Vollprothese erheblich verbessern. Im Oberkiefer werden – abhängig von der individuellen Situation – häufig vier oder mehr Implantate eingesetzt.

 

Vorteile einer Implantat-gestützten Prothese

  • deutlich sicherer Halt
  • verbesserte Kaufunktion
  • mehr Sicherheit beim Sprechen
  • weniger Druckstellen
  • geringerer Bedarf an Haftcremes
  • höhere Lebensqualität
  • Entlastung der Schleimhaut
  • Verlangsamung des Knochenabbaus durch funktionelle Belastung des Kiefers

In vielen Fällen kann sogar eine bereits vorhandene Prothese nachträglich auf Implantaten befestigt oder entsprechend angepasst werden. Dadurch lässt sich der Tragekomfort häufig deutlich steigern, ohne dass zwingend ein komplett neuer Zahnersatz erforderlich ist.

 

Regelmäßige Kontrollen verlängern die Lebensdauer Ihrer Prothese

Auch eine gutsitzende Zahnprothese sollte regelmäßig kontrolliert werden. Veränderungen des Kieferknochens verlaufen meist langsam und bleiben zunächst unbemerkt. Frühzeitige Anpassungen helfen dabei, Druckstellen zu vermeiden und die Funktion des Zahnersatzes langfristig zu erhalten.

 

Zahnprothese unterfüttern lassen bei Rogler Zahnmedizin in Bonn

Eine Prothesenunterfütterung ist eine bewährte und schonende Möglichkeit, den Sitz einer vorhandenen Teil- oder Vollprothese wieder zu verbessern. Sie stellt den engen Kontakt zwischen Prothese und Kiefer wieder her, erhöht den Tragekomfort und verbessert die Kaufunktion.

Sollte eine Unterfütterung allein nicht mehr ausreichen, kann eine Stabilisierung durch Zahnimplantate eine langfristige Lösung darstellen. Implantatgestützte Prothesen bieten deutlich mehr Halt, Komfort und Sicherheit im Alltag und können gleichzeitig den weiteren Knochenabbau verlangsamen.

Bei Rogler Zahnmedizin in Bonn beraten wir Sie umfassend und entwickeln gemeinsam mit Ihnen die optimale Lösung – von der einfachen Unterfütterung bis hin zur implantatgestützten Prothesenversorgung. Vereinbaren Sie noch heute Ihren persönlichen Beratungstermin.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte eine Prothese unterfüttert werden?

Das hängt von den individuellen Veränderungen des Kieferknochens ab. Viele Prothesen benötigen nach einigen Jahren eine Anpassung, um den optimalen Halt zu erhalten.

Kann jede Prothese unterfüttert werden?

Die meisten Teil- und Vollprothesen können unterfüttert werden. Ob dies sinnvoll ist, prüfen wir im Rahmen einer zahnärztlichen Untersuchung.

Wie lange dauert eine Unterfütterung?

Je nach Verfahren dauert die Behandlung von einem Termin bis zu wenigen Tagen, wenn die Unterfütterung im zahntechnischen Meisterlabor erfolgt.

Kann eine vorhandene Prothese später mit Implantaten kombiniert werden?

Ja. Viele bestehende Teil- und Vollprothesen können nachträglich an Implantate angepasst werden. Dadurch verbessert sich der Halt häufig deutlich, ohne dass immer eine komplette Neuanfertigung notwendig ist.