Wann sollte man mit einer kieferorthopädischen Behandlung bei Kindern beginnen?

Viele Eltern fragen sich, ab welchem Alter ist eine kieferorthopädische Behandlung bei Kindern sinnvoll. Eine frühzeitige Diagnostik ermöglicht es, Zahn- und Kieferfehlstellungen rechtzeitig zu erkennen und das Wachstum gezielt zu nutzen. In diesem Artikel erfahren Sie, wann ein erster Termin sinnvoll ist, welche Fehlstellungen eine frühe Behandlung erfordern und wie das erste, einfühlsame Kennenlernen in unserer Praxis abläuft.

 

Empfohlener Start: Die erste kieferorthopädische Untersuchung sollte im Alter von 6–7 Jahren erfolgen.

Die Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie empfiehlt eine erste kieferorthopädische Untersuchung im Alter von etwa sechs bis sieben Jahren.
In dieser Phase:

  • brechen die ersten bleibenden Zähne durch.
  • lassen sich erste Zahnfehlstellungen gut erkennen.
  • Zudem kann das Kieferwachstum professionell beurteilt werden.

Wichtig: Eine frühe Untersuchung bedeutet nicht automatisch eine Behandlung. Oft reicht es, die Entwicklung regelmäßig zu beobachten. Wir beraten Sie dazu individuell.

 

Welche Kinder benötigen eine frühe kieferorthopädische Behandlung?

Eine Frühbehandlung im Alter von 6 bis 9 Jahren ist nur dann notwendig, wenn bestimmte Fehlstellungen das Wachstum negativ beeinflussen würden. Dazu gehören:

  • Kreuzbiss (seitlich oder frontal):
    Ein unbehandelter Kreuzbiss kann zu asymmetrischem Kieferwachstum führen. Eine frühe Korrektur ist hier besonders wichtig.
  • Ausgeprägter Überbiss:
    Stehen die oberen Schneidezähne weit vor, erhöht sich das Risiko für Zahntraumata – insbesondere bei aktiven Kindern.
  • Offener Biss:
    Häufig verursacht durch Daumenlutschen, verlängerte Schnullernutzung oder Zungenpressen. Eine frühe Behandlung kann spätere komplexe Therapien verhindern.
  • Starke Engstände/Platzmangel:
    Durch frühe Maßnahmen kann oft Platz geschaffen und spätere Zahnentfernungen vermieden werden.

 

Der ideale Beginn der Hauptbehandlung liegt zwischen dem 9. und 13. Lebensjahr.

Die meisten kieferorthopädischen Behandlungen beginnen in der späten Kindheit oder frühen Pubertät. In diesem Alter sind fast alle bleibenden Zähne vorhanden, das Kieferwachstum reagiert besonders gut auf Behandlungen und Zahnspangen oder Aligner können effektiv eingesetzt werden.

Dies ist die klassische Phase für festsitzende Zahnspangen, Aligner (unsichtbare Schienen) und funktionskieferorthopädische Geräte.

Warum regelmäßige Kontrolltermine bei der kieferorthopädischen Behandlung wichtig sind

Auch wenn noch keine Behandlung notwendig ist, empfehlen wir jährliche Kontrollen beim Kieferorthopäden. So erkennen wir frühzeitig:

  • Engstände
  • Durchbruchshemmungen
  • schiefe Bisslage
  • schlechte Gewohnheiten (Daumenlutschen, Mundatmung).

Die Entwicklung der Zähne verläuft individuell, weshalb wir den optimalen Startzeitpunkt für jedes Kind separat festlegen.

 

Einfühlsamer erster Termin in unserer Praxis für Zahnmedizin und Kieferorthopädie

Ein erster Termin beim Kieferorthopäden kann für Kinder eine neue und ungewohnte Situation darstellen. Unsere Praxis legt deshalb großen Wert auf einen einfühlsamen und kindgerechten Einstieg.

1. Ankommen in Ruhe und Sicherheit:
Wir nehmen uns Zeit, um Ihr Kind in der Praxis willkommen zu heißen. Ein freundliches Team, eine entspannte Atmosphäre und kindgerechte Erklärungen sorgen dafür, dass sich junge Patienten schnell wohlfühlen.

2. Spielerische und altersgerechte Untersuchung
Beim ersten Termin:

  • untersuchen wir die Zähne und Kiefer Ihres Kindes
  • machen Fotos und ggf. ein Röntgenbild zur Diagnostik und Veranschaulichung der Situation.

Unser Ziel: Vertrauen statt Angst.

3. Beratung für Eltern – klar, verständlich und strukturiert
Nach der Untersuchung besprechen wir:

  • den aktuellen Stand der Zahn- und Kieferentwicklung
  • ob eine Behandlung jetzt oder später sinnvoll ist.
  • welche Möglichkeiten es gibt und
  • welche Kosten ggf. von der Krankenkasse übernommen werden.

Eltern erhalten einen transparenten, schriftlichen Behandlungsplan.

4. Motivation statt Druck
Wir wissen: Je motivierter ein Kind ist, desto erfolgreicher ist die Behandlung. Darum achten wir darauf, Kinder:

  • zu ermutigen
  • zu loben,
  • aktiv einzubeziehen.

Oft freuen sich Kinder nach dem ersten Termin sogar auf den nächsten Besuch.

 

Fazit: Der richtige Zeitpunkt ist individuell unterschiedlich – aber es lohnt sich, früh hinschauen.

Eine erste kieferorthopädische Kontrolle im Alter von 6–7 Jahren ermöglicht es, Entwicklungen rechtzeitig zu beobachten und Fehlstellungen früh zu erkennen. Nicht jedes Kind braucht sofort eine Behandlung, aber regelmäßige Kontrollen helfen, den optimalen Startzeitpunkt zu bestimmen.
Ein einfühlsamer erster Termin ist wichtig, damit sich Kinder gut aufgehoben fühlen und Vertrauen aufbauen können. Das ist die beste Grundlage für eine erfolgreiche kieferorthopädische Behandlung.

Unverbindliches Beratungsgespräch in unserer Kieferorthopädie: kompetent, einfühlsam und individuell.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass sich die Zähne oder der Kiefer Ihres Kindes nicht optimal entwickeln, beispielsweise durch Engstände, eine auffällige Bisslage oder Probleme beim Kauen, können Sie jederzeit ein unverbindliches Beratungsgespräch in unserer Praxis vereinbaren.
Unser erfahrenes kieferorthopädisches Team nimmt sich Zeit, die Situation Ihres Kindes sorgfältig zu analysieren und Ihnen verständlich zu erklären, ob und wann eine Behandlung sinnvoll ist.

Mit modernsten Diagnosemethoden, viel Einfühlungsvermögen und einer ruhigen, kindgerechten Atmosphäre unterstützen wir Sie dabei, die optimale Entscheidung für die Zahn- und Kiefergesundheit Ihres Kindes zu treffen.

Unser Ziel ist es, Ihnen Sicherheit zu geben, Ihre Fragen zu klären und Ihnen die bestehenden Möglichkeiten aufzuzeigen – ohne Druck und ohne Verpflichtung.

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Weiterführende Informationen finden Sie hier.